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Das königliche Spiel erobert Lage.

Die Frühzeit des Schachklubs "Turm" Lage in den Jahren von 1926 bis 1932 (von Rolf Schwegmann)
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Im Rahmen der Vorbereitung zur Ausstellung "Alte Vereine in Lage" hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte die Unterlagen von einer ganzen Reihe von Vereinen erhalten. Darunter waren auch umfangreiche Materialien über den Schachclub "Turm" Lage, die nach Sichtung, Säuberung und Neuordnung zu einer ersten kleinen Arbeit über diesen Verein für die frühen Jahre seiner Existenz von 1926 bis 1932 geführt haben. (1)
Wie jede Vereinsgeschichte, so hat auch die des Schachklubs "Turm" Lage eine ganz individuelle Vorgeschichte. In dem seit der Jahrhundertwende in Detmold bestehenden Schachverein "Paulsen" spielte der Lagenser Dr. Ado Kraemer, der sich in der Schachwelt einen Namen als Problemkomponist (2) gemacht hat.
Ob dieser Ado Kraemer nun der Initiator des Lagenser Vereins gewesen ist, lässt sich heute nicht mehr feststellen; sicher ist jedenfalls, dass im Amtshaus am 12. Februar 1926 die Gründungs-Versammlung stattgefunden hat. An dieser Versammlung nahmen die Herren Boberg, Hagemeister, Humpe, Kraemer, Kronshage, Meier, Neuhaus, Niehaus, Pollmann, Riesenberg, Schroers, Tannenbaum, Weber und Wöstenmeier teil, die die Gründung eines Schachvereines in Lage beschlossen. Der Name des Vereines wurde als "Schach-Club Turm Lage" festgelegt, und alle 14 Anwesenden traten diesem Verein bei. (3)
Die Wahlen zum ersten Vereinsvorstand ergaben die folgende Zusammensetzung:
 

Protokoll
Protokoll über die Gründungsversammlung (Archiv des Vereins Turm Lage)
1. Vorsitzender:
Schriftführer:
Kassierer:
1. Spielwart
2. Spielwart
Friedrich Kronshage
Wilhelm Niehaus
Chiel Tannenbaum
Ado Kraemer
Benno Weber.
 

Der Hinweis auf ein Simultanspiel (4) im Rahmen der Gründungsversammlung aus dem handschriftlichen Protokoll lässt vermuten, dass Ado Kraemer sich zu diesem Simultanspiel bereitfand und jene bisher noch unerfahrenen Schachenthusiasten unter den Mitgliedern des Vereins eine erste Unterweisung erhielten. So lässt sich für das erste Jahr der Existenz des Vereines feststellen, dass die Übungsabende recht regelmäßig mit durchschnittlich 10 Teilnehmern allwöchentlich stattgefunden haben.

 

 

Jeden ersten Freitag im Monat traf man sich zu den regelmäßigen Mitgliederversammlungen in der Gaststätte "Amtshaus". Die Termine und inhaltlichen Festlegungen sind den vorliegenden Protokollen zu entnehmen. Darunter sind einige interessante Einzelheiten. So hat man bereits mit Beschluss vom 27. Februar 1926 die Möglichkeit eröffnet auch "Damen in den Club aufzunehmen", wie es dort wörtlich heißt. Erst im Protokoll vom 26. November des gleichen Jahres ist mit "Berta Becker" erstmals eine teilnehmende "Dame" vermerkt. Später werden noch einige wenige weitere folgen, wie dem Mitgliederverzeichnis zu entnehmen ist. Die Bezeichnung "Damen" ist dem Protokoll als Zitat entnommen und zeigt wie die Emanzipation der Weimarer Zeit im Alltag vollzogen wurde - oder auch nicht.

 

 

Die Orientierung des neuen Vereines nach außen hin wird an den Beschlüssen der nächsten Mitgliederversammlungen deutlich. Bereits am 9. April überlegt man einen "Städtewettkampf" durchzuführen, und am 30. April wird der Beitritt zum Westfälischen Schachbund beschlossen. Mit Schreiben vom 17. Juli wird dieser Beitritt noch präzisiert durch die Bekanntgabe der Vorstandsmitglieder an den Verband. Dabei ist die Bezifferung der Mitgliederzahl mit 10 bemerkenswert, da diese Zahl etwa der durchschnittlichen Teilnehmerzahl der wöchentlichen Übungsabende entspricht.

 

Spiel in Detmold
Turm Lage zu Gast bei einem Detmolder Schachverein
(Lippische Landesbibliothek Detmold, Nachlass Paulsen).

 

Was die schachsportliche Seite des Vereinslebens anbelangt, so ist die Veranstaltung eines Sommerturniers mit 11 Teilnehmern und eines Winterturniers mit 9 Teilnehmern festzustellen. Als Sieger ging aus beiden Veranstaltungen Fritz Riesenberg hervor, einmal mit 9 ½ Punkten und einmal mit 8 Punkten. Da in der Jahresabrechnung für 1926 auch ein Reisekostenbetrag von 2 Mark für "Riesenberg Reise Detmold" ausgewiesen ist, steht zu vermuten, dass Riesenberg in Detmold an einem dort veranstalteten Simultanturnier teilgenommen hat, wie es damals zur Werbung für das Schachspiel häufiger veranstaltet wurde, oftmals mit "durchreisenden Schachkoryphäen" von nationalem Zuschnitt, wie dem in den 1920er und 1930er Jahren bekannten deutschen Großmeister Fritz Sämisch.

Aus dem zuvor bereits erwähnten Jahresabschluss wird deutlich, dass der neue Verein natürlich sein Hauptaugenmerk auf die Ausstattung mit den für den regelmäßigen Vereinsbetrieb notwendigen Dingen gerichtet hatte. So wird die Einnahme aus den Mitgliederbeiträgen in Höhe von 74 Mark bis auf einen kleinen Kassenbestand in Höhe von 9,60 Mark in Schachbretter und Figuren in Höhe von 41,10 Mark, in einen Schrank inklusive Nebenkosten in Höhe von 15,50 Mark, in Verbandsbeitrag und Verbandszeitung in Höhe von 7,50 Mark und diverse Nebenkosten in Höhe von 2,50 Mark investiert. Diese Daten sollen hier ausdrücklich aufgeführt werden, damit der heutige Leser einen Eindruck von den Verh ältnissen jener Zeit erhält.

Die Chronik der Ereignisse des Jahres 1927 zeigt den Verein ähnlich aktiv wie im Gründungsjahr. Im Rahmen der Jahresversammlung am 4. Februar wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. Wilhelm Hagemeister kam als 2. Vorsitzender und Gerätewart hinzu und Fritz Riesenberg als 2. Kassierer. Die Aufgaben sind also auf zusätzliche Schultern verteilt worden. Ein ausführlicher Bericht über den Kreistag des Verbandes in Bielefeld gab das Vereinsmitglied August Neuhaus. Auch die Abhaltung eines Stiftungsfestes in naher Zukunft wurde erörtert. Welche Zwistigkeiten innerhalb des Vereins dazu geführt hatten, dass bereits im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 29. Juli an Stelle des bisherigen Vorsitzenden nun Gottfried Cruel gewählt wurde, ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht zu ermitteln. Für Benno Weber übernahm Fritz Riesenberg das Amt des 2. Spielwartes und zusätzlich von Wilhelm Hagemeister das Amt des Gerätewartes. Zusätzlich wurden in der Versammlung am 2. Dezember die Mitglieder Zenner und Wedderwille als Kassenrevisoren gewählt. Die aus diesen Daten erscheinende Unruhe im Verein wird bestätigt durch die stark schwankenden Teilnehmerzahlen der wöchentlichen Übungsabende, die sich zwischen minimal 4 - am 5. Juni - und maximal 18 - am 14. Januar und 4. Februar - bewegten.

 
Stadtmeisterschaft
Rangliste eines Schachturniers von 1930 (Archiv des Vereins Turm Lage)

Der schachsportliche Betrieb sah auch 1927 wieder ein Vereinsturnier, bei dem erneut Fritz Riesenberg siegte, diesmal mit 14 ½ Punkten unter mindestens 9 Teilnehmern, wie die handschriftliche Liste ausweist. Ebenfalls einer handschriftlichen Aufzeichnung zufolge fand am 6. Mai ein Wettkampf gegen Detmold statt, bei dem für Lage Wöstenmeier und Tannenbaum gewannen, Hagemeister, Wedderwille, Kronshage und Neuhaus verloren und Niehaus, Fischer und Cruel ein Remis erreichten. Da leider für die Partie zwischen Riesenberg und Deppe am 1. Brett kein Ergebnis vermerkt ist, steht das genaue Endergebnis nicht fest. Sicher ist allerdings, dass die Detmolder Mannschaft insgesamt die stärkere war. Dies erklärt auch eine überlieferte schriftliche Bitte von Erich Deppe aus Detmold an den Schriftführer des Lagenser Vereines, Wilhelm Niehaus, vom 15. September, an den Kreiswettkämpfen der Spielserie 1927 mit einer gemeinsamen Mannschaft teilzunehmen. Einer Liste vom 6. Oktober ist zu entnehmen, dass in der A-Klasse die Lagenser Ado Kraemer und Richard Zenner in der Mannschaft des Detmolder Schachvereins aufgestellt wurden. In der B-Klasse dagegen bot der Lagenser Verein eine eigene Mannschaft auf: mit Riesenberg, Hagemeister, E. Cruel, Wedderwille und G. Cruel an den 5 Brettern und Niehaus und Kindermann als Ersatz. Ob die Spiele gegen die Schachvereine Detmold, Bielefeld, Brackwede, Gütersloh und Rotweiß Bielefeld in der vorgesehenen Weise durchgeführt wurden, ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig zu ersehen. Es gibt nur einige wenige Hinweise auf beachtliche Schwierigkeiten und Probleme, so dass ein Fehlen jeglicher Berichterstattung im folgenden Jahr darauf hinweist, dass man nach diesem "Abenteuer" sich wohl auf den Schachsport in der engeren Region zur ückgezogen hat.

 

Aus den Unterlagen für das Jahr 1928 ist nur der wöchentliche Übungsbetrieb zu entnehmen. Darüber hinaus gibt es für den 25. November einen Simultan-Spielabend mit Ado Kraemer. Ob die Aussetzung einer Uhr als Preis durch den Vorsitzenden Gottfried Cruel für ein Preisturnier nur ein geschickter Werbeschachzug war oder aber auch eine Gabe des "neu" gewählten Vorsitzenden, ist natürlich nicht den Unterlagen zu entnehmen. Gewonnen hat diesen Preis Fritz Riesenberg, der auch in diesem Jahr das Vereinsturnier mit 8 Punkten gegen 19 Mitkonkurrenten siegreich beendete.

Die zunächst zahlenmäßig beachtliche Teilnahme an den Übungsabenden mit 12 sank im zweiten Halbjahr auf durchschnittlich 8 Teilnehmer ab.
Die Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1928 hat neben der Wiederwahl des bisherigen Vorstandes, so wie er am 29. Juli des Vorjahres gewählt worden ist, die Wahl von Richard Zenner zum 2. Spielwart anstelle von Fritz Riesenberg gebracht. Die Berufung von Ado Kraemer und Richard Zenner zu Pressewarten zeigt sowohl das Bedürfnis nach Außendarstellung des Vereines, wie auch die Bereitschaft zur Berufung der besten Schachspieler in Ämter des Vereines. Möglicherweise war dies ein Ergebnis der zuvor ausgetragenen persönlich geprägten Auseinandersetzungen im Vorstand des Vereines.
Schachkongress
Westfälischer Schachkongress 1931 in Bad Pyrmont, Ado Krämer 2. v. l. sitzend
(Lippische Landesbibliothek Detmold, Nachlass Paulsen)

Bedingt durch das Ausscheiden von Richard Zenner übernahm bei den Vorstandswahlen im Rahmen der Generalversammlung des Vereines am 18. Januar 1929 Fritz Riesenberg dessen Funktion als 2. Spielwart und 2. Pressewart. Das Amt des Kassierers übertrug man von Chiel Tannenbaum auf Friedrich Kronshage und August Neuhaus, dagegen übernahm der 2. Vorsitzende Wilhelm Hagemeister von Fritz Riesenberg das Amt des Gerätewartes.

Die Vereinstätigkeit im Jahre 1929 scheint sich auf die regelmäßigen Spielabende beschränkt zu haben und dort ist für die 2. Jahreshälfte ein Rückgang von durchschnittlich 15 Teilnehmern auf nur noch durchschnittlich 8 Teilnehmer festzustellen. Auch der Rückzug des jüdischen Kaufmanns Chiel Tannenbaum aus der Beteiligung am aktiven Vereinsgeschehen ist bemerkenswert. Nachdem er seit Gründung des Vereines zu den regelmäßigen Teilnehmern der Spielabende gehörte, hat er letztmalig am 10. Mai 1929 dort teilgenommen. Allerdings ist er weiterhin in den Aufzeichnungen zu den Kasseneinnahmen mit verschiedenen "Zuwendungen", "Preisen" und "Stiftungen" ausgewiesen, dies auch noch im Jahre 1930. Ob Zusammenhänge mit den zunehmenden parteipolitischen Auseinandersetzungen am Orte bestehen, lässt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht entnehmen. Aus anderen Quellen (6) wird jedoch deutlich, wie im Vorfeld der erneuten Gründung einer Ortsgruppe der NSDAP in Lage am 5. November 1929 der antisemitische Ton schärfer und deutlicher wird. Zusammenhänge können da nur vermutet werden.

Das schachsportliche Geschehen des Jahres 1929 fand seinen Höhepunkt in einem Schachturnier, das erstmals die offizielle Bezeichnung "Stadtmeisterschaft" trug. Unter den 14 Teilnehmern erreicht Ado Kraemer mit 12 ½ Punkten die meisten Erfolge. Da er jedoch außer Konkurrenz startet, wird Fritz Riesenberg mit 11 Punkten Stadtmeister im Schachspiel. Die Teilnahme von Anneliese Knippschild an diesem Turnier verdient eine ausdrückliche Erwähnung, da Frauen in dieser Zeit nur selten aktiv an Wettkämpfen teilnahmen.

Die nachlassenden Mitgliederzahlen und die nur flüchtigen handschriftlichen Kassenbuchaufzeichnungen lassen auf zunehmende Probleme des Vereines schließen. Deshalb wundert es nicht, wenn im Rahmen der Generalversammlung am 17. Januar 1930 der Beschluss gefasst wurde, die notwendigen Neuwahlen vorerst zu verschieben. Die Übungsabende im Amtshaus fanden letztmalig am 11. April des gleichen Jahres statt.

Einer handschriftlichen Übersicht über den Kassenbestand ist zu entnehmen, dass in Einzelfällen von Mitgliedern eine Beitragszahlung bis einschließlich Juni geleistet worden ist. Somit kann von einer Ruhe in der Vereinstätigkeit für die zweite Jahreshälfte 1930 ausgegangen werden. Zuvor hat man allerdings noch das Turnier um die Stadtmeisterschaft veranstaltet, das erneut von Fritz Riesenberg gewonnen wurde. Diesmal siegte er mit 8 Punkten knapp vor Ado Kraemer mit 7 ½ Punkten. Damit hatte Ado Kraemer erstmals im Rahmen der Spiele um die Stadtmeisterschaften "offiziell" teilgenommen und war in der Gesamtwertung dem vorherigen Abonnementsmeister unterlegen.

Mit einer Generalversammlung zum 30. Januar 1931 ist dann der Vereinsbetrieb wieder aufgenommen worden.
Dabei wurde folgender Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender Friedrich Kronshage
2. Vorsitzender: Gottfried Cruel
Schriftführer: Wilhelm Niehaus
Kassierer: Wilhelm Hagemeister
Gerätewart und Spielwart: Fritz Riesenberg

Da sich die bisherigen Zugpferde Ado Kraemer und Richard Zenner dem Detmolder Schachverein angeschlossen hatten, konnte man nun als Aushängeschild des Vereins den westfälischen Spitzenspieler Häfner aus Leopoldshöhe gewinnen. Am 6. Februar hielt dieser einen Vortrag und spielte anschließend simultan an 14 Brettern. Dabei gewann er 12 Partien und verlor lediglich gegen Paul Mölling und Wilhelm Niehaus. Der Elan der ersten Monate, als zumeist 9 oder 10 Teilnehmer die Spielabende besuchten, ließ deutlich nach, so dass zuletzt manchmal nur noch 4 unentwegte Schachfreunde sich einfanden.

So geschah dann im Laufe des Jahres 1932 das, was bereits zwei Jahre zuvor sich angedeutet hatte. Die Vereinsarbeit im Schach-Club "Turm" Lage kam endgültig zum Erliegen. Die für den 22. Januar 1932 einberufene Generalversammlung ergab einige Änderungen: Wilhelm Hagemeister wurde 1. Vorsitzender und Bernhard Kauffmann 2. Vorsitzender, Wilhelm Hagemeister übernahm zusätzlich auch das Amt des Gerätewartes und Gottfried Cruel wurde 2. Schriftführer. Da für den anschließenden Spielabend nur 6 Teilnehmer verzeichnet sind, sind möglicherweise nur unter diesen anwesenden Mitgliedern auch die Ämter zu verteilen gewesen. Ein Bild, das die ganze Misere des Vereines verdeutlicht. Der letzte Spielabend am 5. Juni 1932 sah noch die Mitglieder Emil Cruel, Wilhelm Hagemeister, Bernhard Kauffmann, August Neuhaus und Wilhelm Niehaus als Teilnehmer. Diese bliesen dann sozusagen "die Kerze aus" und beendeten vorläufig die Tätigkeit des Vereines.

   

Jahr Vereinchronik
Übungs-
abende
Turniere / Meisterschaften Vorstände

1926 12.02.:
Gründungsversammlung mit Vorstandswahlen

30.04.:
Beitritt zum Westfälischen Schachbund beschlossen  
38
Sommerturnier
1. Riesenberg 9 ½ Punkte 2. Hagemeister 9 Punkte
3. Neuhaus & Kronshage: 7 Punkte 5. Niehaus 5 Punkte
6. Boberg 4 ½ Punkte 7. Cruel & Wöstenmeier 4 Punkte
9. Wedderwille 3 Punkte 10. Tannenbaum 2 ½ Punkte
11. Husemann 0 Punkte  
Winterturnier
1. Riesenberg 8 Punkte 2. Reich 6 Punkte
3. Pollmann 4 ½ Punkte 4. Hagemeister & Günther 4 Punkte
6. Neuhaus 3 ½ Punkte 7. Kronshage 3 Punkte
8. Niehaus 2 ½ Punkte 9. Tannenbaum ½ Punkte
 

1927 04.02.:
Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen  
06.05.:
Städtewettkampf gegen Detmold
29.07.:
Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen  
02.12.:
Mitgliederversammlung mit Wahlen der Kassenrevisoren
40
Turnier
1. Riesenberg 14 ½ Punkte 2. Reich 10 ½ Punkte
3. Neuhaus 9 ½ Punkte 4. Grünther 9 Punkte
5. Hagemeister 8 Punkte 6. Niehaus & Pollmann 7 Punkte
8.  Kronshage 4 Punkte 9. Tannenbaum 2 ½ Punkte
Städtewettkampf Lage - Detmold 6. Mai 1927
Manschaft Lage Mannschaft Detmold Ergebnis
Riesenberg Deppe I n. bek.
Hagemeister Grüter 0 : 1
Niehaus Neumann ½ : ½
Wedderwille Deppe II 0 : 1
Kronshage Beerens 0 : 1
Neuhaus Juski 0 : 1
Fischer Kolscher ½ : ½
Cruel Lindau ½ : ½
Tannenbaum Breinker 1 : 0
Wöstenmeier Heinen 1: 0
 

1928 20.01.:
Generalversammlung mit Vorstandswahlen  
47
Turnier
1. Riesenberg 8 Punkte 2. Niehaus 7 ½ Punkte
3. Winter 6 ½ Punkte 4. Neuhaus 5 ½ Punkte
5. G. Cruel & E. Cruel & Wedderwille 4 ½ Punkte
8. Hagemeister 4 Punkte 9. Kohnes 1 Punkt
10  Tannenbaum 0 Punkte  
 

1929 18.01.:
Generalversammlung mit Vorstandswahlen
40
Stadtmeisterturnier
Dr. Kraemer 12 ½ Punkte; außer Konkurrenz
1. Riesenberg 11 Punkte 2. Niehaus 10 ½ Punkte
3. Winter 9 ½ Punkte 4. Neuhaus 8 Punkte
5. Hagemeieter, Wedderwille 7 Punkte 7. G. Cruel, E. Cruel 6 ½ Punkte
9. Kauffmann 5 Punkte 10. Humpe 3 Punkte
11. Kronshage 2 ½ Punkte 12. Frl. Knippschild 2 Punkte
13. Wöstenmeier 0 Punkte  

 

1930 17.01.:
Generalversammlung ohne Vorstandswahlen  
11.04.:
vorerst letzter Übungsabend  
10
Stadtmeisterturnier
1. Riesenberg 8 Punkte 2. Dr. Kraemer 7 ½ Punkte
3. Niehaus 7 Punkte 4. G. Cruel & E. Cruel 5 ½ Punkte
6. Hagemeister, Wedderwille 5 Punkte 8. Kauffmann 4 Punkte
9.  Humpe 2 Punkte 10. Schmidtmeier 0 Punkte
 

1931 30.01.:
Generalversammlung mit Vorstandswahlen  
40
   

1932 29.01.:
Generalversammlung mit Vorstandswahlen  
03.06.:
vorerst letzter Übungsabend  
13
   


Die Vorstände 1926 - 1932

1. Vorsitzender 2. Vorsitzender 1. Schriftführer 2. Schriftführer
Friedrich Kronshage:
1926 - 1927,
Gottfried Cruel:
1928 - 1930,
Friedrich Kronshage:
1931 - 1932,
Wilhelm Hagemeister 1932
Wilhelm Hagemeister:
1927 - 1930,
Gottfried Cruel:
1931 - 1932,
Bernhard Kauffmann:
1932
Wilhelm Niehaus:
1926 - 1930, 1931 - 1932
 
1. Kassierer 2. Kassierer 1. Spielwart 2. Spielwart
Chiel Tannenbaum:
1926 - 1929,
Friedrich Kronshage:
1929 - 1930,
Wilhelm Hagemeister:
1931 - 1932
Fritz Riesenberg:
1927 - 1929,
August Neuhaus:
1929 - 1930
Dr. Ado Kraemer:
1926 - 1930,
Fritz Riesenberg:
1931 - 1932
Benno Weber:
1926 - 1927,
Fritz Riesenberg:
1927 - 1928,
Richard Zenner:
1928 - 1929,
Fritz Riesenberg:
1929 - 1930
Gerätewart 1. Pressewart 2. Pressewart Kassenrevisoren
Wilhelm Hagemeister:
1927,
Fritz Riesenberg:
1927 - 1929,
Wilhelm Hagemeister:
1929 - 1930,
Fritz Riesenberg:
1931 - 1932
Wilhelm Hagemeister:
1932
Dr. Ado Kraemer:
1928 - 1930
Richard Zenner:
1928 - 1930,
Fritz Riesenberg:
1929 - 1930
1928:
Richard Zenner, Adolf Wedderwille,
1929:
August Neuhaus, Ernst Wöstenmeyer,
1930:
Emil Cruel

  Anmerkungen/Fussnoten
1
Die vorstehende Arbeit ist ausschließlich mit Hilfe des Materials aus dem Vereinsarchiv des Schachvereins "Turm" Lage und den aufgeführten wenigen Quellen erarbeitet worden, so dass sich sicherlich eine Reihe von ergänzenswerten Informationen bei genauer Betrachtung ergeben werden. Da im Jahr 2001 das 75-jährige Jubiläum des Vereines zu feiern ist, sind das Stadtarchiv Lage, Clara-Ernst-Platz 5, 32791 Lage, Telefon 05232-601471, das Gerhard-von-Donop-Archiv Lemgo, Luisenstraße 5, 32657 Lemgo, Telefon 05261-10713, und der Verein "Turm" Lage dankbar für jeden Hinweis. Aus dem Vereinsarchiv: Protokollbuch 1926 - 1930; eine Kladde Turnierspiele 1926 - 1948; diverse Einzelblätter und Schriftstücke. Weitere Informationen lieferten: Horst Paulussen: Louis Paulsen 1833 - 1891 und das Schachspiel in Lippe 1900 - 1981. Hrsg. Lippischer Heimatbund Detmold 1982; Schachbund Nordrhein-Westfalen (Hg.): Vom Westdeutschen Schachbund zum Schachbund Nordrhein-Westfalen. Hrsg. zum 125-jährigen Jubiläum von 1986. Ohne Ort und Jahr; Deutsche Schachblätter, verschiedene Ausgaben 1938/1939; Unterlagen aus dem Gerhard-von-Donop-Archiv, Lemgo.
2 Ein Problemkomponist ist ein Schachspieler, der bestimmte Figurenstellungen "komponiert", aus denen z. B. in 4 Zügen ein Matt erreicht werden soll.
3
In jenen Jahren bedeutete "Verein" nur in Ausnahmefällen, dass dieser Zusammenschluss auch ein eingetragener Verein war. In der Regel wurde dann die Satzung eines übergeordneten Dachverbandes übernommen. Hier könnte es die Satzung des Westfälischen Schachbundes gewesen sein.
4 In einem Simultanspiel spielt ein Schachspieler gleichzeitig (simultan) gegen eine größere Anzahl von Gegnern.
5 Dies ist aus den Protokollen und diversen Zeitungsartikeln zu entnehmen.
6 Diverse Zeitungsberichte.

Dieser Text wurde entnommen aus dem Buch "Zeitlupe 2000 - Historisches Jahrbuch für Lage - Mit einer Chronik für das vergangene Jahr" (ISBN 3-926311-82-7, ISSN 1616-010X), Herausgegeben von Hans C. Jacobs und Christina Pohl im Auftrag des Lippischen Heimatbundes, OV Lage e. V. Das Copyright liegt beim Lippischen Heimatbund, OV Lage e. V., Plaßstraße 1, 32791 Lage. Die Veröffentlichung an dieser Stelle geschah mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung durch Hans C. Jacobs und Detlef Hübner.

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